Wie funktioniert in-line®?
in-line® ist eine Behandlungsmethode zur nahezu unsichtbaren Behandlung von Zahnfehlstellungen vorwiegend im Front- und Eckzahnbereich. Darüber hinaus können wir in einzelnen Fällen eine Stellungskorrektur der Prämolaren vornehmen. Die Patientinnen und Patienten erhalten ein Set mit mehreren Schienen.
Die einzelnen Schienen werden nacheinander jeweils 4 bis 6 Wochen getragen. Dabei wird durch jede Schiene kontinuierlich elastischer Druck auf die Zahnoberfläche ausgeübt. So werden die Zähne je Schiene um bis zu 0,6 mm in die geplante Stellung verschoben. Durch die Transparenz und die grazile Form sowie die Möglichkeit des Herausnehmens der Schienen punktet das in-line®-System im Vergleich zu herkömmlichen Brackets und Metallspangen und bietet einen sehr viel höheren Tragekomfort für die Patienten und Patientinnen.
Welche Fehlstellungen können mit in-line® behandelt werden?
in-line® ist sehr gut geeignet für
+ jeden, der das körperliche Wachstum abgeschlossen hat (ab ca. 15 Jahren)
+ Rotationsstände im Frontzahnbereich
+ Re- und Protrusion der Frontzähne
+ Kreuzbissüberstellung der Frontzähne
+ Engstände im Frontzahnbereich
+ Lückenschluss einzelner Zähne im Frontzahnbereich
+ kleine Korrekturen der Prämolaren (abhängig von der Okklusion)
+ Lückenschluss nach Frontzahnextraktion
+ Lückenerweiterung im Frontzahnbereich als präprothetische Maßnahme
+ begrenzte Ex-/Intrusion einzelner Frontzähne
Was beinhaltet die in-line®-Analyse?
Am Beginn jeder in-line®-Behandlung steht unsere in-line®-Analyse (49,00 Euro). Sie enthält alle Informationen, die Sie für Ihre Behandlungsentscheidung benötigen: die Anzahl (+/- 1) der benötigten in-line® Schienen, die voraussichtlichen Laborkosten sowie Angaben über weitere Anforderungen wie approximale Schmelzreduktionen. Zusätzlich erhalten Sie eine Bilder- oder Modellvorschau der voraussichtlichen Endsituation. Im Falle erforderlicher approximaler Schmelzreduktionen können Sie diese schon im beiliegenden Diagramm einsehen und auf Machbarkeit überprüfen. Sollte die Endsituation noch nicht Ihrer Vorstellung entsprechen, können Sie zu diesem Zeitpunkt Korrekturwünsche angeben. Ihre in-line®-Analyse erstellen wir innerhalb von 15 Arbeitstagen nach Eingang der Unterlagen. Die Kosten der Analyse werden bei der späteren Auftragserteilung selbstverständlich gutgeschrieben.
Wie viel kostet eine in-line® Behandlung?
Die Kosten einer in-line® Behandlung werden immer individuell nach dem Umfang kalkuliert und Ihnen und Ihrer Patientin oder Ihrem Patienten nach der bei uns durchgeführten Analyse übermittelt. Eine Auflistung aller Positionen der Laborkosten erhalten Sie als Behandlerin oder Behandler in unserem Informationspaket, welches Sie hier anfordern können.
Wie lange dauert eine in-line®-Behandlung?
Die Dauer einer in-line® Behandlung ist abhängig vom Umfang der Behandlung. Jede in-line® Schiene wird zwischen 4 und 6 Wochen lang und mindestens 20 Stunden am Tag getragen.
Wie ist der Ablauf einer in-line® Behandlung?
Auf Grundlage der in-line®-Analyse entscheiden Sie sich zusammen mit Ihrer Patientin oder Ihrem Patienten für die in-line®-Behandlung und senden die Auftragsbestätigung ausgefüllt an uns zurück. Anschließend fertigen wir alle Schienen Ihres Behandlungsplans und senden Ihnen das komplette in-line®-Set innerhalb von 10 Arbeitstagen in einer einzigen Lieferung zu. Keine Teillieferungen, kein Warten auf Folgeschienen: Das vereinfacht die Zusammenarbeit für Ihr Praxisteam und spart Versandkosten. Nach Erhalt des Sets gliedern Sie die erste Schiene bei Ihrer Patientin oder Ihrem Patienten ein und kontrollieren die Passung. Sollte die Schiene bei Eingliederung nicht sofort in die Endposition rutschen, ist dies kein Anlass zur Besorgnis: Manchmal brauchen die Zähne ein paar Tage, um in Bewegung zu kommen. Nach spätestens einer Woche Tragezeit sollte sich die Schiene aber gut gesetzt haben.
Sollte die Passung dann weiterhin nicht ausreichend sein, melden Sie sich einfach bei uns – unsere in-line®-Expertinnen und -Experten finden gemeinsam mit Ihnen eine Lösung.
Wir empfehlen Ihnen, den Schienenwechsel stets in Ihrer Praxis vorzunehmen, um so den Verlauf der Behandlung überprüfen zu können und gegebenenfalls eine approximale Schmelzreduktion durchführen zu können. Bitte geben Sie nach Möglichkeit nicht das komplette Set auf einmal heraus. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass es sonst bei einigen Patientinnen und Patienten zu Komplikationen kommen kann, da diese die Schienen zu schnell wechseln oder gar vertauschen.
Welche Arbeitsunterlagen sollte ich für eine in-line® Behandlung einsenden?
Für eine erfolgreiche in-line®-Behandlung sind die von Ihnen gelieferten Arbeitsunterlagen sehr wichtig. Zu der vollständig ausgefüllten Antwortkarte, welche sie aus unseren in-line®-Flyern heraustrennen können, benötigen wir Ober- und Unterkiefermodelle oder Ober- und Unterkieferabformungen. Auf den Modellen bzw. den Abformungen sind alle Zähne und der Übergang der Zähne zur Gingiva deutlich darzustellen. Zusätzlich benötigen wir bei einer unklaren Bisslage einen Wachs- oder Silikonbiss.
Welche Möglichkeiten habe ich, wenn das Ergebnis noch nicht zufriedenstelllend ist?
Trotz sorgfältiger Planung und Herstellung der Schienen kann es vereinzelt vorkommen, dass sich das angestrebte Behandlungsziel nicht ganz einstellt. Dafür gibt es viele Gründe. Oft liegt es an der mangelnden Tragekonsequenz einiger Patientinnen und Patienten. Auch gibt es gelegentlich Fälle, bei denen die erforderliche approximale Schmelzreduktion nur unvollständig durchgeführt wurde. Grundsätzlich sollte Ihnen bewusst sein, dass eine Aligner-Behandlung vom Endergebnis nicht mit der einer Multibandbehandlung gleichzusetzen ist und Schienen in ihrer Wirkungsweise ab einem gewissen Punkt an ihre Grenzen stoßen.
Sollte aus diesen Gründen eine Fein- oder Nachkorrektur mit in-line®-Schienen in Frage kommen, finden wir zusammen mit Ihnen und unseren In-Line® Expertinnen und Experten eine passende Lösung und fertigen ein individuelles Angebot für Sie an.
Wie kann ich in-line® abrechnen?
in-line® ist eine private Leistung und kann dementsprechend abgerechnet werden. Für weitere Fragen und Informationen können Sie gerne in-line®-Abrechnungsempfehlungen von uns erhalten. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, Kontakt mit unseren in-line®-Abrechnungs-Expertinnen oder -Experten aufzunehmen.
Was sollte ich nach dem Abschluss einer in-line®-Behandlung beachten?
Wir empfehlen Ihnen dringend, nach Abschluss einer in-line®Behandlung Ihre Patientin oder Ihren Patienten mit einer Langzeitretention zu versorgen, da sich ansonsten ein Rezidiv bereits nach einigen Tagen oder Wochen einstellen könnte. Dafür bieten wir Ihnen einen festsitzenden 3-3 Retainerdraht oder eine Flex-Retentionsschiene an. Natürlich können Sie auch Ihre eigenen Retentionsgeräte verwenden.
Muss ich mich für in-line® zertifizieren lassen?
Nein, Sie müssen keine Lizenzgebühren zahlen, keine Pflichtfortbildungen absolvieren und keinen Mindestumsatz erreichen. Sie sind vollkommen frei und müssen sich nicht an uns binden. So haben Sie die Möglichkeit, sofort mit in-line® zu starten. Unsere in-line®-Expertinnen und -Experten stehen Ihnen kompetent zur Seite und helfen auch Ihnen dabei, in-line® erfolgreich anzuwenden.

